SK Halle 1946 eV

Unser Ehrenvorsitzender Karl-Ernst Kiel ist gestorben

Am vergangenen Wochenende erreichte uns die traurige Nachricht, dass unser Ehrenvorsitzender Karl-Ernst Kiel gestorben ist. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Angehörigen.

Am Donnerstag fand die Trauerfeier und Beisetzung auf dem Haller Friedhof statt. Trotz der derzeitigen Einschränkungen konnten dort alle die ihn gern hatten von ihm Abschied nehmen. Frau Kiel erzählte mir, dass Karl-Ernst bei seiner Beisetzung eine Schachkrawatte trug und ein gefallener Schach-König neben ihm lag. Frank Bergmann hat im Namen des Schachbezirks TWW einen Kranz mit zwei Schachfiguren auf das Grab gelegt und Charly Krautkrämer hatte die wunderbare Idee, ihm ein Schachbuch mit auf die Reise zu geben.

       

Ich habe stellvertretend für alle Vereinsmitglieder folgenden Nachruf verfasst:

„Wir verabschieden uns von unserem Ehrenvorsitzenden und Freund Karl-Ernst Kiel. Er war eine Säule des Schachklubs Halle. Er war stets zur Stelle, wenn es darum ging, den Schachsport zu fördern. Die Liste der Ämter im Verein und Verband, die er irgendwann einmal innehatte, ist sehr, sehr lang, daher nenne ich hier nur sein vielleicht wichtigstes: Er war über 20 Jahre Geschäftsführer und Vorsitzender des Schachverbands OWL und dessen Ehrenvorsitzender. Er war ein Gigant, niemand hat in den letzten 50 Jahren mehr für den Schachsport in Ostwestfalen Lippe getan als er. Wir sind ihm für seinen ausdauernden Einsatz unheimlich dankbar.

Vielen Dank auch Ihnen Frau Kiel und Ihrer Familie. Ohne Ihre Unterstützung und sicher manchmal auch Duldung wäre sein Lebenswerk unvorstellbar.

Er war aber nicht nur Funktionär, sondern vor allem begeisterter und starker Schachspieler. Zu Spitzenzeiten lag seine DWZ um die 2000, damit gehörte er zu den oberen 10% der stärksten Spieler in Deutschland. Seine letzten beiden Wettkampfpartien spielte er im Herbst letzten Jahres, sein letzter Partiegewinn datiert vom 10.11.2019. Er sicherte uns damit einen knappen, wichtigen Sieg gegen Eichholz Remmighausen im Kampf um den Klassenerhalt. Einige Menschen, die heute von ihm Abschied nehmen müssen, schauten ihm dabei über die Schulter. Man sah ihm die Mühen sich zu konzentrieren während der Partie an. Er kämpfte mit sich, und war sichtlich erleichtert, als er endlich gewann. Danach meinte er, sich fast entschuldigend, dass sein Gegner noch älter gewesen wäre als er. Ich weiß gar nicht, ob das überhaupt stimmte, aber es ist auch nicht wichtig. Das Schöne am Schach ist schließlich, dass man in jedem Alter seine Partie genießen und gut spielen kann und das tat er bis zuletzt. Wenn wir die derzeit unterbrochene Saison im nächsten Jahr erfolgreich beenden werden, ist das auch sein Verdienst.

Er war bis zuletzt Stammgast bei unserem Vereinsabend und hat bei den Ferienspielen geholfen Jugendliche für den Sport zu gewinnen, den er so liebte. Selbst als seine Kräfte sichtbar nachließen, ließ er sich in die Pflicht nehmen. Ich versuche häufiger Vereinsmitglieder zu motivieren, dieses oder jenes anzupacken, bei Karl-Ernst war das anders. Ihn habe ich manchmal sogar gebremst. Er sah sich selbst als Macher, und das war er.

Vor ein paar Wochen fuhr ich ihn Freitagsabends vom Spielabend nach Hause. Er fragte mich, ob es denn überhaupt in Ordnung wäre, dass er noch käme. Er könne schließlich nicht mehr so wie früher und wolle uns nicht zur Last fallen. Ich entgegnete ihm: „Karl-Ernst, solange Du es erträgst, dass Du die eine oder andere Partie mehr verlierst als früher, sind wir immer froh, Dich zu sehen.“ Er bedankte sich für die Fahrt, lächelte und verabschiedete sich bis zur nächsten Woche. Corona kam dazwischen, es gab leider keine nächste Woche. Wir ahnten beide nicht, dass dies sein letzter Vereinsabend beim Schachklub Halle sein würde. Karl-Ernst, mein Freund, wir werden Dich sehr vermissen und danken Dir von Herzen für alles!

Stefan Guhe schreibt über ihn:

„Karl Ernst war ein hochanständiger Mann mit besten Manieren und viel Taktgefühl. Dabei vielseitig begabt und gebildet. Natürlich verstand er vom Schach weit mehr als ich; am meisten beeindruckt haben mich aber die zahlreichen schönen Berichte, die er zu unterschiedlichsten Anlässen geschrieben hat – immer mit einem feinen Sinn für Ironie.“

So werden wir ihn in Erinnerung und damit sein Andenken in Ehren halten. Der Schachklub Halle wird der Bitte der Familie nachkommen und eine Spende in Höhe von 100€ an die Obdachlosenhilfe leisten. Wir rufen darüber hinaus jeden dazu auf, auch individuell noch etwas zu spenden.

Das Bild stammt vom Weihnachtsblitzen 2018. Karl-Ernst spielt eine Partie gegen Frank Bellers. Dies war das letzte Blitzturnier, an dem er teilnahm. Rechts neben ihm beobachten ihn unser letztes Jahr ebenfalls verstorbener Vorsitzender Charly Wolff sowie Karl-Ernsts Enkel Hannes.

Karl-Ernst als Pädagoge: Bild von den Ferienspielen 2019.

Auf der Homepage des Schachverbands OWL hat Hermann Dieckmann seine Verdienste ebenfalls in einem Nachruf gewürdigt.

 

Jugendtraining und Teutopokal, 8. Sonderrunde

Gestern war wieder großer Schachabend beim SK Halle. Im Jugendtraining beschäftigten wir uns zuerst mit dem taktischen Motiv des Räumungsopfers und bearbeiteten dazu gemeinsam ein paar Aufgaben. Danach spielten wir noch ein launiges Turnier. In der nächsten Woche schauen wir uns mal das schottische Gambit an, die Aufgaben dazu schicke ich gleich rum.

Nahtlos ans Traing schloss sich die 8. Sonderrunde des Teutopokals an. Auf Anregung von Thorsten fand diese erstmals in der Schachverband OWL Gruppe auf Lichess statt. Dies war ein voller Erfolg! 28 Teilnehmer aller Spielstärken kämpften um den Platz auf dem Treppchen. Zuerst sah es so aus, als ob die Versmolder, in Person der stark aufspielenden Alfred Lendzian (Turnierleistung 2261!) und Andreas Nimz, den Sieg unter sich ausmachen würde, aber am Ende standen dann doch die Haller ganz knapp oben. Martin Schulte gewann mit einem Pünktchen Vorsprung vor mir.

In der Zoom Konferenz haben wir uns gemeinsam überlegt, eine Weihnachtssonderrunde auszurichten. Diese wird am Freitag, dem 25.12. um 20:00 stattfinden. Wir werden dabei auch ein paar Preise verteilen, ist ja schließlich Weihnachten ;-). Details dazu und eine Einladung folgen noch.

Die Bildzeitung(!) interessiert sich für Schach

Wer hätte gedacht, dass es mal angemessen wäre in Sachen Schach auf die Bildzeitung zu verweisen. Dort wurde kürzlich ein Artikel veröffentlicht. Dieser liest sich zwar so, als ob Schach an sich gar nicht wirklich interessiert, sondern nur die Auswirkungen auf den kleinen Wirtschaftszweig der sich mit Schach und allem was dazugehört beschäftigt, aber wir wollen da mal nicht kleinlich sein. Es ist schließlich nur die Bild, jeder Artikel ohne Angst, Hass oder Titten ist da schon ein Gewinn ;-).

 

Jugendtraining 27.11.2020

Eine weitere Coronawoche, ein weiteres virtuelles Training. Nachdem wir uns mit typischen Stellungen aus der Greco Variante der italienischen Partie beschäftigt haben, spielten wir wieder ein kleine Turnier untereinander, diesmal ohne Stellungsvorgabe. Das Ergebnis findet ihr unten. Bis nächste Woche!

Skandale schaffen Aufmerksamkeit

Es braucht schon einen Skandal um den Bundestrainer, um aktuelle Geschehnisse im Spitzenschach in den Fokus der Aufmerksamkeit der überregionalen Zeitungen und Magazine zu rücken.

 

Weitere Hintergrundinfos gibt es auf dem führenden deutschen Schachblog „Perlen vom Bodensee“.

 

Wollen wir hoffen, dass es bald auch wieder sportlichere Schlagzeilen zu bestaunen gibt.

Jugendtraining 20.11.

Moin,

unser Jugendtraining hatte am Freitag wieder erfreulich viele Teilnehmer. Wir beschäftigten uns zuerst mit der Hausaufgabe zur italienischen Partie, lösten im Anschluss gemeinsam ein paar Taktikaufgaben, und spielten dann ein Thementurnier (natürlich italienisch). Gewonnen hat dieses mal der Laurenz, herzlichen Glückwunsch dazu! Nächste Woche gehts weiter, die Hausaufgabe schicke ich gleich rum.

Bleibt gesund!

Geschichte des Schachklub Halle, Teil 40

Im Jahr 2003 war es der mittlerweile verstorbene Paul Waltermann, der die Blitzserie des SK Halle gewann. In jener Zeit dominierten üblicherweise Charly Krautkrämer oder Frank Bellers, Paul war zu jener Zeit aber auch ein sehr starker Blitzer und gewann die Serie verdient.

Jugendtraining am 13.11.2020

Am letzten Freitag trafen wir uns wieder virtuell zum Jugendtraining und spielten, nach der gemeinsamen Bearbeitung der letzten Schachtaktikaufgaben, wieder ein kleines Turnier gegeneinander. Das Ergebnis seht ihr unten. In der nächsten Woche beschäftigen wir uns mit der italienischen Partie, das Übungsmaterial dazu habe ich per Mail versendet, falls es jemand nicht erhalten haben sollte, bitte melden. Falls jemand diese Zeilen liest, der auch gerne etwas Schach lernen möchte, kontaktiert mich bitte, ich schicke dann eine Einladung zu unserem virtuellen Vereinsabend.

Sehr lesenswert ist übrigens ein Artikel über die neue Netflixserie „Das Damengambit“ inklusive Interview mit Frank Scott, dem Kopf hinter dem Projekt. Schauts euch an, ihr werdet es nicht bereuen!

Link zum Artikel

Bis nächste Woche, bleibt gesund!

Teutopokal 7. Sonderrunde und Jugendtraining

Nun also wieder Schach virtuell, wir versuchen das Beste daraus zu machen. Am Freitag fand wieder unser virtuelles Training statt. Dieses Mal nutzten wir die Materialien von Artur Jussupow, um ein paar Schachmotive zu üben. Im Bild unten ist der Bauerndurchbruch gerade das Thema. Die Kinder haben sich (meistens) schon im Vorfeld die Aufgaben angeschaut und konnten daher ihre Lösungsansätze auch selbst vorstellen. Dies werden wir in der nächsten Woche weiterführen. Nach einer Stunde Training spielten wir noch ein kleines Trainingsturnier auf Lichess, welches Maximilian Bandt überlegen gewann. Es macht Freude dabei zuzusehen, wie er immer stärker wird. Weiter so!


Danach ging es quasi ohne Pause weiter zum Teutopokal, hier durften wir dieses Mal 21 Teilnehmer begrüßen, die sich zwei Stunden lang um die Blitzkrone stritten. Dieses Mal setzte sich ganz knapp der erstmals teilnehmende ehemalige Haller Andreas Gefnider durch. Dahinter humpelte ich nach einem langen Schachabend ins Ziel, ganz knapp gefolgt von Ivan Stoimenov vom KS Herford. Neben Andi durften wir auch ein paar andere Neuzugänge begrüßen. Charly Krautkrämer nahm das erste Mal teil und belegte durchaus erfolgreich den 5. Platz, knapp hinter dem „unbesiegbaren“ Alfred Lendzian, der auch einen guten Abend erwischte.

Falls sich die Situation im Dezember nicht verändert haben sollte, wird es eine weitere virtuelle Runde geben. Ich informiere rechtzeitig darüber!

Info

Jeden Freitag:
Vereinsabend im Spiellokal

18.00 – 20.00 Uhr  Kinder- und Jugendschach
ab 20.00 Uhr  Seniorenschach

Termine

  1. Virtuelles Jugendtraining

    22. Januar 2021 @ 18:00 - 20:00
  2. Virtuelles Jugendtraining

    29. Januar 2021 @ 18:00 - 20:00
  3. Virtuelles Jugendtraining

    5. Februar 2021 @ 18:00 - 20:00
  4. Teutopokal, Sonderrunde 10

    5. Februar 2021 @ 20:00 - 22:00
  5. Virtuelles Jugendtraining

    12. Februar 2021 @ 18:00 - 20:00

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