SK Halle 1946 eV

Paul Sarhage Pokal in Werther

Bericht von Dieter Gerth

Am gestrigen Tage fand das Schnellschachturnier (10 Min +5 Sec./Zug) in Werther statt. Aus Halle ist neben Laurenz auch Oleh angereist.
Das Teilnehmerfeld war stark, neben den üblichen Verdächtigen wie FM Bogdan Bilovil nahm auch die IM Anna Zozulia teil.

Die erste Runde hat Laurenz Erwartungsgemäss schnell gegen Werner Fechner (DWZ 1900) verloren. Besser lief es in der 2. Runde gegen Henrik Schwittay. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde es ein Sieg.
Die Runde 3 war dann leider wieder eine klare Niederlage gegen Alexander Walter. Gegen Colin Sahrhage (DWZ 1222) war es bis zum Ende spannend, Laurenz konnte sich aber aufgrund eines Fehlers von Colin durchsetzen. Zwischenstand: 2x gewonnen, 2x verloren.
Nach der Pause wurde es gegen Uwe Lorenz (DWZ 1820) leider wieder nur eine Niederlage. Gegen Manfred Fechner (DWZ 1400) konnte sich Laurenz in der Eröffnung bereits einen kleinen Vorteil erspielen, der zum Sieg führte.
Reinhard Kynast (DWZ 1835) war ein sehr schwerer Gegner. Einen Vorteil zu Beginn konnte Reinhard nicht nutzen, da Laurenz den einzien guten Zug in der Stellung fand. Das Spiel wurde gedreht und letztendlich durch den Gewinn eines wichtigen Bauers gewonnen. Gegen Dirk Hofschlag (DWZ 1702) war es bis zum Ende ausgeglichen. Am Ende spielte Laurenz unter Zeitdruck den Turm falsch und musste sich dem Gegner geschlagen geben. Der Druck war durch die Zuschauer (inkl. der führenden Spieler des Turniers) dann doch zu groß.
Zu guter Letzt wurde es inn einer ausgeglichenen Partie ein Unentschieden gegen Thomas Bergmann (DWZ 1385).
Gewonnen hat Mykola Korchynskyi vor Bogdan Bilovil und Anna Zozulia. Zunächst auf Platz 32 gesetzt, konnte Laurenz den Platz 20 erspielen, in der 4. Rating-Gruppe den Sieg erreichen und einen Geldpreis ergattern.

Insgesamt war es ein kurzweiliges gut organisiertes Turnier.
Vielen Dank an die Organisatoren!

Lily bei der Jugendeuropaeinzelmeisterschaft – Teil 1

Schön ist es hier in Mamaia, das Wetter 25-28 Grad, eine leichte Brise. Auf einer Landzunge zwischen dem Schwarzen Meer und der Hafenstadt Constanta lässt es sich durchaus aushalten. Die Anreise war etwas beschwerlich, da wir aus Bukarest noch 4 Stunden mit dem Bus fahren mussten, das Hotel ist aber ganz in Ordnung und der Pool auch ganz schick, nur ein paar Grad zu kalt. Wir weilen hier bis Ende nächster Woche, damit Lily bei der Europameisterschaft in der Altersklasse U10w mitmischt. Insgesamt sind inklusive Trainer, Schiedsrichter, Betreuer und Orga-Menschen ca. 1500 Leute aus ganz Europa angereist, die meisten Länder sind dabei vertreten. Deutschland ist mit 28 Kindern und Jugendlichen in allen Altersklassen am Start. Wir treffen hier viele Bekannte von anderen Meisterschaften und lernen auch viele neue kennen. Es ist ein großes Fest des Schachsports. Von dem nicht allzu weit entfernten Gräueln des Krieges in der Ukraine ist hier bis auf ein paar Helikopterpatrouillenflügen die Küste entlang glücklicherweise nichts zu spüren, obwohl die ukrainische Grenze nur knapp 100km entfernt ist.

Lily ist mit 2,5 aus 3 bisher ganz gut ins Turnier gestartet. Die nominell stärksten Gegner warten aber noch und insgesamt 9 Runden sind ein langes Turnier. Wie auch schon bei der WM in Batumi, die Lily dieses Jahr gespielt hat, fällt auch hier wieder auf, dass die Kinder aus Osteuropa verhältnismäßig deutlich stärker spielen, als ihre ELO-Zahl vermuten lässt. Die Ergebnisse lassen sich unter folgendem Link verfolgen. Drückt uns bitte die Daumen!

Vom Hotel sind es nur 100m bis zum Schwarzen Meer. Es ist sehr ruhig am Strand, die Saison ist fast vorbei, nachdem die Schachspieler abgereist sind, werden die Hotels wohl in die Winterpause gehen.

Vor der ersten Runde. Die ersten 6-Bretter werden live übertragen, aber auch die Partien von den anderen Brettern werden nach der Runde als Scan veröffentlicht.

Blick in den Saal vor der ersten Runde. Während der Partien ist der Spielsaal den Spielern und Schiedsrichtern vorbehalten.

Treffpunkt nach jeder Runde 🙂

Kreismeisterschaft 1949 – Dritte Mannschaft des SK Halle

Mal wieder etwas aus dem Urkundenschrank, diesmal aus den Anfangsjahren des Vereins.

Spielabend und Siegerehrung in der Innenstadt

Ein Mammutturnier fand einen würdigen Abschluss. 6 Monate lang über 19 Runden spielten unsere Jugendschachler die Jugendvereinsmeisterschaft des SK Halle. Gewonnen hat Lily Schirmbeck mit 17,5 Punkten aus 18 Partien. Lediglich gegen den Drittplatzierten Florian Schröder ließ sie sich einen halben Punkt abnehmen. Zweiter wurde Maxim Steffen. Alle Ergebnisse könnt ihr hier bei chess results einsehen. Unser Ehrengast Bürgermeister Thomas Tappe überreichte jedem Teilnehmer persönlich einen Pokal oder Medaille und machte diesen Moment zu einem ganz besonderen für alle Teilnehmer. Vielen Dank an dieser Stelle für Ihren Besuch und die lobenden Worte über unsere Jugendarbeit.

Darauf können und werden wir aufbauen. Mit Abschluss des Turniers wurde auch die DWZ-Auswertung vorgenommen. Alle Teilnehmer des Turniers, die bisher noch keine Wertungszahl gehabt haben (und das waren einige), haben nun eine solche. Die neue Rangliste kann hier eingesehen werden.

Unsere Jugendschachler (plus Bürgermeister). Hintere Reihe von links nach rechts: Thomas Tappe, Finn-Lasse Rückwardt, Laurenz Gerth, Maximilian Bandt, Collin Kostka, Maxim Steffen, Florian Liman, Fabian Walter, Frank Bergmann, Fiona Mühlpfort, Markus Schirmbeck, Viktor Gieles, Jonas Stockhecke, Ihor Skakun, Jakob Bölle, Tobias Horter. Vordere Reihe von links nach rechts: Raphael Gellen, Luca Tiemann, Lily Schirmbeck, Diana Tkachenko, Florian Schröder, Connor Barenberg, Luca-Joel Sisic, Oleh Skakun

Nach der Siegerehrung spielten wir fürs Publikum noch ein 7-rundiges Blitzturnier, welches Lily ebenfalls mit 7 aus 7 gewinnen konnte.

Ein paar Impressionen:

Einige Sachpreise wurden verlost und Diana bekam eine besondere Anerkennung: Ihre erste Teilnahme an einem Schachturnier an ihrem zweiten Vereinsabend. Mögen noch viele weiter hinzukommen!

Diana sichtlich zufrieden mit ihrem Sonderpreis.

Nach dem gemeinsamen Eisessen und Abbau war der Schachspuk in der Fußgängerzone dann auch schon wieder vorbei. Eine Veranstaltung, die nach Wiederholung verlangt! Herzlichen Dank allen Teilnehmern und Helfern für einen gelungenen Schachabend!

DWZ-Turnier in Hamm

Zu dritt machten wir vom SK Halle uns auf den Weg nach Hamm, wo eine Kooperation der lokalen Vereine in den Räumen des Hammer SC über das Wochenende ein DWZ-Turnier veranstaltete. Samstag standen drei Runden auf dem Programm, Sonntag zwei. Fabian trat in der untersten Gruppe an, bei der im schweizer System gespielt wurde. Oleh mischte die Gruppe B auf und Lily war das Küken in der Gruppe A. Für Fabian lief es durchwachsen. Nach nur 1 Punkt am ersten Tag kamen am zweiten Tag immerhin noch zwei dazu, wodurch er sogar aufgrund der schlechteren Feinwertung nur knapp einen Pokalpreis verpasste. Oleh spielte wie üblich stark, die Ergebnisse waren aber durchwachsen, denn häufig stellte er aufgrund seines Blitztempos eigentlich gewonnene Partien wieder weg. Für Lily lief der erste Tag ergebnistechnisch mit 3 aus 3 hervorragend, wobei am zweiten Tag dann aber nur noch ein halber Punkt dazukam. Am Ende war die Entscheidung um den Turniersieg ultraknapp. Drei Spieler waren punktgleich mit 3,5 an der Spitze, zwei davon lagen sogar nach Feinwertung noch gleichauf. Lily hatte zwar das direkte Duell gegen Manuel Kamps vom SV Hellern gewonnen, die Turnierleitung entschied allerdings den 1. Platz dennoch zu teilen.

Vielen Dank an die Schachabteilung des Hammer SC 08, den Schachverein Bönen 49 und der SG Caissa Hamm 1981 für die Ausrichtung des Turniers und die Gastfreundschaft!

Warmspielen vor der 4. Runde: Fabian und Lily

Oleh beim Tandem zwischendurch

Jenny Grün, Lily Schirmbeck, Turnierleiter Gernot Medger und Manuel Kamps

Schach – ein Sport, der die Menschen zusammenbringt

Das integrative Schnellschachturnier des SK Halle fand dieses Jahr auf dem Minigolfplatz in Künsebeck statt. 26 Kinder und Jugendliche fanden sich dort zusammen, um einen gemeinsamen Nachmittag rund um das königliche Spiel zu verbringen. Ein besonderer Botschafter des Spitzenschachs war ebenfalls eingeladen: Fidemeister Hannes Ewert, Bundesligaspieler beim SV Werder Bremen.

Gespielt wurden zwei Wettbewerbe: Ein 5-rundiges Teamschach-Event, bei dem immer ein starker fortgeschrittener Jugendlicher mit einem Anfänger oder Menschen mit Handicap zusammen in einem Team spielten und am Brett diskutierten, welcher Zug denn nun der beste sei. Auf dem Treppchen standen am Ende Linus Becker, Deutscher Jugendmeister U8 2022, zusammen mit Finn-Lasse Rückwardt vom SK Halle, der dieses Jahr erst mit dem Schachspielen im Verein angefangen hat. Zweite wurden Henrieke Hagmeister, eine fast blinde 20-jährige Hobbyschachspielerin, die in der Odilia-Einrichtung am Stodiekshof wohnt. Sie bildete mit Hannes Ewert ein Team und gewann 4 von 5 Runden. Dritte wurden Lily Schirmbeck und Fiona Mühlpfort, eine 14-jährige Jugendliche, die ebenfalls bei der Odilia auf dem Laibachhof wohnt und regelmäßiger, gern gesehener Gast beim Jugendabend des SK Halle ist.

Nach der Siegerehrung und viel Stühlerücken startete sofort die Simultanveranstaltung. FM Hannes Ewert spielte gegen 25 Gegner gleichzeitig. Er hatte dabei eine Bedenkzeit von 90 Minuten, in der Zeit musste er alle Partien gewinnen. Die Spieler, die nach 90 Minuten noch nicht matt gesetzt wurden, hätten gewonnen. Auch die anwesenden Eltern durften ihr Können gegen den Meister unter Beweis stellen, waren aber, auch wenn einige Spieler chancenreiche Stellungen erreichten, letztlich alle unterlegen, als der Meister mit 3 Minuten Restzeit auf seiner Uhr den letzten Gegner matt setzte. Lediglich Kristjan Heidemann von der SG Hücker-Aschen hatte sich schon vorher ein Unentschieden erkämpft, so stand es am Ende 24,5:0,5 für Hannes.

Zum Abschluss wurde gemeinsam gegrillt und einige spielten bei der Gelegenheit auch noch eine Runde Minigolf. Im Zentrum des gemeinsamen Nachmittags stand dieses Mal weniger der Leistungsgedanke, sondern der gemeinsame Spaß am Schachspiel, denn Freude am Schach kann man sowohl als Profi wie auch als Anfänger oder reiner Hobbyspieler haben. Vielen Dank an dieser Stelle an Viktor-Alexander Gieles für die Organisation, dem SV Künsebeck für das zur Verfügung stellen der Örtlichkeit, dem Besuch des Jugendwarts OWL Olaf Funke sowie allen weiteren Helfern und Teilnehmern!

Die Siegerehrung mit allen Teilnehmern. Henrieke Hagmeister reckt stolz ihren Pokal in die Luft. Das Siegerteam: Finn-Lasse Rückwardt (gelbes T-Shirt rechts) und Linus Becker (1. Reihe mit Pokal in der Hand).

Weitere Fotos:

Bronze für Deutschland bei der Jugendschach-Team-Europameisterschaft

Im rumänische Iași (gesprochen „Iasch“) traf sich vergangene Woche die europäische Jugendschachelite, um in 7 Runden die Sieger der Team-EM auszuspielen. 12 Jugendliche vom Deutschen Schachbund waren in vier Altersklassen am Start. In der Klasse U12w wurden an Brett 1 Paula Czäczine vom Chemnitzer Schachklub und an Brett 2 die erst 10-jährige Lily Schirmbeck vom SK Halle nominiert, die eigentlich sogar noch eine Altersklasse darunter antreten könnte. Trainiert wurden die Mädchenmannschaften von der NRW-Landestrainerin Carmen Voicu-Jagodzinsky. Beide Spielerinnen zusammen gehörten mit Platz 3 der Setzliste zum erweiterten Favoritenkreis. Die Konkurrenz bei internationalen Wettbewerben ist aber erfahrungsgemäß immer sehr stark und die Kinder entwickeln ihre schachlichen Fähigkeiten in einem derartigen Tempo, dass niemand sich im Vorfeld erlaubte, irgendwelche Prognosen zum Ausgang abzugeben.

Vor der ersten Runde – Gleich gehts los!

So war es auch keine Überraschung, dass das nominell klar schlechtere lokale Team aus Iasi sich in der ersten Runde heftig, aber letztlich erfolglos gegen die Favoriten aus Deutschland wehrte. Lily und Paula gewannen beide ihre Partien. In der zweiten Runde wurde dann Polen, der spätere Turniersieger, als Gegner gelost. Lilys Gegnerin Varvara Matskevich spielte aus der Eröffnung heraus ein sehr schönes Läuferopfer, welches Lily annahm und zu widerlegen versuchte. In einer wilden Partie ging es auf dem Brett hin- und her. Lily erkämpfte sich schließlich Ausgleich, verlor dann aber in beiderseitiger Zeitnot das Endspiel. Paula neben ihr erging es nicht besser, am Ende lautete das Ergebnis also 0:2.

Aus Varvara Matskevich – Lilian Schirmbeck: Weiß hat erst Leichtfiguren auf f6 und d7 getauscht und dadurch alles vorbereitet. Gleich knallt es auf e6 und der wilde Schlagabtausch beginnt.

In der dritten Runde gegen die Türkei lief es dann wieder besser. Lily machte Druck am Königsflügel und konnte schließlich einen taktischen Fehler der Gegnerin nutzen, um ein gewonnenes Endspiel zu bekommen, welches sie dann sicher verwertete. Paula gewann auch mit etwas mehr Mühe, also wieder 2:0 gewonnen. In der vierten Runde ging es dann wieder gegen Rumänien, diesmal gegen die Nationalmannschaft. Die Rumäninnen hatten die nominell etwas schlechtere Spielerin an Brett 1 gesetzt, Lily hatte also die vermeintlich größere Herausforderung vor sich sitzen. Im 16. Zug bot die Gegnerin eine Zugwiederholung an, Lily wollte die Partie aber gewinnen und ging nicht darauf ein. Im Endspiel war dann der Sieg tatsächlich möglich, Lily fand die Gewinnidee aber nicht und die Partie wurde Remis, ebenso die von Paula. Endstand: 1:1.

Aus Lily Schirmbeck – Neris Hatuk: Die Türkin zog gerade Le7, ein schwerer Fehler. f5 mit Abzugsangriff auf die Dame und darauf folgend f6 mit Figurengewinn entscheidet die Partie.

Zur Halbzeit lag Deutschland auf Platz 3, die Polinnen waren inzwischen mit 3 Siegen und einem Remis enteilt, die Rumäninnen belegten mit einem Punkt Vorsprung den Silberrang. Gegen beide Teams wurde schon gespielt, daher hieß es nun seine Matches zu gewinnen und auf Fehler der Konkurrenz zu hoffen. Die Gegner in Runde 4 war Frankreich, nach ELO-Zahl das stärkste Team des Wettbewerbs. Lily und Paula wurden von Carmen intensiv und ideenreich auf ihre Gegnerinnen vorbereitet. Lily spielte eine recht langweilige Partie gegen Anna Maret aus Toulon (nähe Marseille). Anna hatte vermutlich den Matchplan, mit Weiß ein Remis gegen die nominell etwas stärkere Lily zu erreichen, was auch problemlos gelang. Auf Vorteil zu spielen war in dieser Partie einfach nicht drin. Die Französinnen setzten darauf, dass ihre Nummer 1 Emilie Alfano, die nominell stärkste Spielerin des Turniers (ELO >1800), die Partie gegen Paula gewinnen würde. Emilie erarbeitete sich Vorteile, überriss aber bei ihren Gewinnversuchen schließlich ihre Stellung. Paula erreichte ein gewonnenes Endspiel, fand aber zur Verzweiflung der bangenden Zuschauer lange den Gewinnweg nicht. Schließlich nach 5 Stunden und 116 Zügen konnte sie die Partie dann doch für Deutschland entscheiden. Der Jubel war riesengroß und Paula die Heldin der Stunde.

Nun war das Selbstvertrauen endgültig aufgebaut. Gegen Slowenien war Lily dann an der Reihe, den entscheidenden Punkt zu machen. Gegen ihre Gegnerin Sofia Timagina packte sie nach intensiver Vorbereitung durch Carmen ein Gambit aus, welches sie noch nie zuvor gespielt hatte und auf das Sofia überhaupt nicht vorbereitet war. Sie verbrauchte daraufhin viel Zeit in der Eröffnung und Lily konnte einen schönen Eröffnungsvorteil für sich herausholen. Im weiteren Verlauf machte sie dann aber einen taktischen Fehler, nachdem sich die Partie komplett hätte drehen können. Sofia „revanchierte“ sich aber unmittelbar, fraß einen Bauern, den sie nicht hätte fressen dürfen, und verlor dabei ihre Dame. Das Glück war dieses Mal auf Lilys Seite und die Medaille nach dem 1,5:0,5 Sieg schon vor der letzten Runde sicher, weil die Verfolgerinnen Punkte ließen. Da die Top-Teams alle schon gegeneinander gespielt hatten, war nicht damit zu rechnen, dass sich in der letzten Runde noch die Chance ergeben würde, auf dem Treppchen weiter nach oben zu klettern, und so war es dann auch: Polen und Rumänien gewannen ihre Spiele sicher 2:0, Deutschland spielte 1:1 und es blieb beim Bronze-Rang.

Aus Lily Schirmbeck – Sofia Timagina: Das Glücksschweinchen war dieses Mal auf Lilys Seite. Schwarz darf den d5 Bauern nicht mit der Dame schlagen, weil diese nach Txb6+ ungedeckt ist und verloren geht.

Die Siegerehrung war sehr bewegend, Carmen, Lily und Paula sind sehr stolz auf ihren gemeinsamen Erfolg, eine Medaille für Deutschland gewonnen zu haben. Ende September werden sich Lily und Paula schon wieder auf den Weg nach Rumänien machen (diesmal nach Mamaia) und um den Einzel-Europameistertitel spielen, glücklicherweise in verschiedenen Altersklassen.

Weitere interessante Infos und Berichte zum Event:

Bericht des Deutschen Schachbunds

Zwischenbericht des Deutschen Schachbunds

Turnierhomepage mit vielen Fotos

Chess Results

Video der Perlen vom Bodensee

Paula Czäczine mit Carmen Voicu-Jagodzinsky und unserer Lily bei der Siegerehrung.

Sichtlich stolz mit Carmen Voicu-Jagodzinsky und Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler

Von links nach rechts: Carmen Voicu-Jagodzinsky, Lily Schirmbeck, Svenja Butenandt, Paula Czäczine und Luisa Bashylina im wunderschönen Iași

Mit TBG in Lippstadt

Am 17.07.2023 waren Lily Schirmbeck und Florian Schröder zu Gast bei einem spektakulären Schachevent auf dem Rathausplatz im malerischen Lippstadt. Beginnend mit einem Schnellschachturnier stellten die Beiden ihre Fähigkeiten unter Beweis und landeten am Ende punktgleich auf Platz 3-4. Die Feinwertung entschied letztlich zu Lilys Gunsten, daher durfte sie die Trophäe nach Halle mitnehmen.

Ab Mittag wurde die Herausforderung größer. Der bekannteste deutsche Schachyoutuber und Internationale Meister Georgios Souleidis, auch bekannt als „The Big Greek“, spielte gegen 22 einheimische Schachspieler ein Simultan. Für Lily und Florian war es eine große Ehre, gegen ihn antreten zu dürfen. Die Partien währten indes nicht lange, nachdem Georgios ein paar Runden gedreht hatte, mussten sich die Beiden schon geschlagen geben.

Mit im Boot war auch die deutsche Schachjugend, welche bei ihrer alljährlichen Sommertour durch Deutschland in Lippstadt haltmachte. Mit ihrem Spielmobil, Maskottchen „Chessy“ und jeder Menge guter Laune war sie den ganzen Tag vor Ort.

Lily und Florian haben die Veranstaltung sehr genossen und bedanken sich für die Gastfreundschaft der Schachfreunde aus Lippstadt.

Kopf an Kopf Rennen beim Teutopokal

In Versmold traf sich am Freitag ein sehr vielfältiges 12-köpfiges Teilnehmerfeld zur Juliausgabe des Teutopokals. Um den Turniersieg gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Fidemeister Bogdan Bilovil und Maurin Möller, der amtierende NRW-Meister in der Altersklasse U16, leisteten sich jeweils nur eine Niederlage. Bogdan verlor gegen Leo Deppe vom Schachclub Bad Soden, gewann aber das direkte Duell gegen Maurin und sicherte sich damit am Ende den 1. Platz. Als Dritter stand das erste Mal auf dem Treppchen Thomas Bücker, der erfreulicherweise ein regelmäßiger Gast des Teutopokals geworden ist. Die größte Delegation stellte dieses Mal der SK Halle mit 5 Teilnehmern. Finn Mathis Körner und Florian Liman spielten ihr erstes gewertetes Blitzschachturnier und landeten am Ende auf Platz 10, respektive 12. Die nächste Ausgabe des Teutopokals findet am 15. September statt. Gastgeber des Turniers wird der Schachklub Halle sein. Das Sommerloch wird dann hoffentlich überwunden sein und das Feld wieder die Normalgröße von 20-30 Teilnehmern erreichen.

Links vorne Maurin Möller im Duell mit Thomas Bergmann vom Rhedaer SV. Neben Thomas spielt der spätere Turniersieger FM Bogdan Bilovil gegen Leo Deppe seine einzige Verlustpartie. Links hinten: Thomas Bücker im Duell mit Heinz-Burkhard Heuermann vom Königsspringer Herford.

Die Haller Fraktion: Fabian Walter im Duell mit Lily Schirmbeck, Charly Krautkrämer (links hinten) und Florian Liman haben ihre Partie schon beendet.

Drei Tage Jugendschach der Extraklasse

Zum zweite Mal veranstaltete der Schachklub Halle ein dreitägiges Jugendturnier. Es wurden 6 Runden klassisches Schach (75Min/40 Züge+15Min Rest und 30 Sekunden/Zug) gespielt. Eine Partie dauerte durchschnittlich 2-3 Stunden, es konnten aber auch 4 Stunden und mehr werden, da im gespielten Modus die Spieler pro ausgeführten Zug 30 Sekunden extra Bedenkzeit bekommen.

Die größte Anzahl an Spielern (5) stellte der ausrichtende Schachklub Halle. Der DWZ-Schnitt lag bei 1344, was für ein Jugendturnier durchaus ansehnlich ist. Gespielt wurde in der Remise, die für die 29 Teilnehmer hervorragende Spielbedingungen bot. Die Versorgung der Sportler während der Runden wurde mit kostenfreien Snacks und Getränken sichergestellt. Eine Besonderheit des Turniers war das Engagement der beiden Schachmeister Jannik Liebelt und Fidemeister Jasper Holtel, die den Spieler nach der Partie für gemeinsame Partieanalysen zur Verfügung standen. Dieses Angebot wurde durch das großzügige Sponsoring der Firma act’o-soft ermöglicht und hervorragend angenommen. Die Teilnehmer standen Schlange, um irgendwann endlich an der Reihe zu sein. Das Engagement des heimischen Energieversorger TWO ermöglichte zudem die Auslobung einer Reihe von Geldpreisen. Der Sieger ging neben dem Siegerpokal mit 100€ nach Hause, der Zweite mit 60€ und der Dritte mit 40€. Sonderpreise in Höhe von 50€ bekamen zudem der beste Haller Spieler und das beste Mädchen. Und zu guter Letzt gab es noch den Nachhaltigkeitspreis der TWO (50€), der an den Teilnehmer mit der weitesten Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ging. Paul Pelster aus Münster war am Ende der Glückliche, er reiste jeden Morgen mit dem Zug aus Münster an.

Bester Haller Spieler (12. Platz) wurde Florian Schröder. Er remisierte gegen Kristjan Heidemann (SG Hücker-Aschen) und Deniz Bade (Schachakademie Paderborn), gewann gegen Dario Schulze-Ardey (SV Unna) und Jelte Kleine (BS Paderborn), musste sich nur Tom Weeke (ebenfalls BS Paderborn) und Matthias Heiligtag (SV Würselen) geschlagen geben. Laurenz Gerth belegte am Ende Platz 17, immerhin 4 Plätze besser als sein Startrang. Lily Schirmbeck wurde mit Platz 18 bestes Mädchen. Aufgrund zweier Siege über nominell deutlich stärkere Gegner erzielte sie zudem eine Norm, mit der sie sich für die Jugendeinzeleuropa- oder Jugendeinzelweltmeisterschaft qualifizierte. Fabian Walter und Florian Liman belegten die Plätze 24 bzw. 29, wobei Fabian einige tragische Momente erlebte, in denen er am Ende gewonnene Stellungen nicht nach Hause bringen konnte. In der vorletzten Runde glückte ihm aber noch der wohlverdiente Sieg gegen Letizia Weiner (SV Gütersloh).

An der Spitze war es dieses Jahr besonders ausgeglichen, vor der letzten Runde hatten Ethan Schirneck (Rhedaer SV), Edward Bundan (Osnabrücker SV) und Deniz Bade jeweils 4 Punkte auf dem Konto. Edward, der Niedersachsenmeister in der Altersklasse U12, und Deniz wurden am Spitzenbrett gegeneinander gelost, Ethan spielte gegen Jakob Habel (SK Bad Lauterberg), der mit einem Sieg auch noch aufs Treppchen klettern konnte. Diese Partie war dann aber schnell Remis. Am Nebenbrett wurde noch gespielt, die Kontrahenten befanden sich aber schon im Endspiel. Beiden Seiten war klar, dass der Sieger Turniersieger werden würde, die Lage war indes ausgeglichen. Beide Spieler versuchten noch lange auf Vorteil zu spielen, aber niemandem gelang es und das große Risiko wurde vermieden, denn es war auch klar: Wer verliert, wird nicht auf dem Treppchen stehen. So ging diese Partie ebenfalls unentschieden aus, Ethan war der lachende Dritte und holte sich den Sieg beim Haller Jugendopen. 100€ und der Siegerpokal gingen damit nach Rheda, herzlichen Glückwunsch! Edward und Deniz belegten die Plätze 2 und 3. Link zum Ergebnisportal

Nun halfen zunächst alle mustergültig beim Aufräumen, wonach direkt die Siegerehrung stattfand, in dem sich alle Teilnehmer ohne Geldpreis einen Sachpreis aussuchen durften. Alle fuhren zufrieden nach einem Wochenende voller Schach nach Hause. Der Dank an dieser Stelle gilt allen Teilnehmern, Sponsoren, der Stadt Halle für die kostenfreie zur Verfügung gestellte Örtlichkeit sowie allen ehrenamtlichen Helfern. Namentlich möchte ich hier Frank Bergmann, Uwe Stadie, Martin Schulte, Fabian Walter und Florian Liman sowie meine Frau Viktoria Schirmbeck und meine Tochter Lily erwähnen: Ohne euch wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen, die Schachfamilie dankt!

Im Vordergrund das SK Halle Duell. Laurenz Gerth besiegte am Ende Florian Liman sicher.

 

Auch zwischen den Runden wurden Klötze geschoben – von Schachmüdigkeit keine Spur.

Stärkungen für Zwischendurch.

Blick in den Spielsaal direkt nach dem Rundenstart.

Analyse am 1. Tag: Jannik Liebelt gibt Joschua Ruschhaupt wertvolle Tipps.

Begrüßungstisch, Traubenzucker und Wasser stehen für die Spieler bereit.

Blick von der Galerie. Woanders bräuchte man für so eine Perspektive eine Drohne, nicht so in der Haller Remise!

Analyse am 2. Tag: FM Jasper Holtel bei der Partie Lily Schirmbeck – Malin Kühne (Remis). Jelte Kleine schaut interessiert zu.

Simon Hollin (rechts), der einzige Spieler mit der FIDE-Nationalität Englisch. Er geht in London aufs College und hat sich dort als Schachspieler registriert. Links Rico Klatt vom SVG Landeck Schenklengsfeld.

Der Tisch mit den Pokalen für die Plätze 1-3.

Derselbe Tisch, diesmal inklusive der Sachpreise.

Im Vordergrund: Joschua Ruschhaupt vom SK Werther spielt mit Schwarz gegen Fabian Walter vom SK Halle.

Das Siegerfoto, von links nach rechts: Ethan Schirneck (1. Platz), Deniz Bade (3. Platz), Paul Pelster (TWO-Nachhaltigkeitspreis), Florian Schröder (Bester Haller), Lily Schirmbeck (Bestes Mädchen), Edward Bundan (2. Platz).

Info

Jeden Freitag:
Vereinsabend im Spiellokal

18.00 – 20.00 Uhr  Kinder- und Jugendschach
ab 20.00 Uhr  Seniorenschach

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