SK Halle 1946 eV
Geschichte des Vereins – Jugendkreismeister 1955
Aus Anlass der anstehenden Jugendvereinsmeisterschaft am kommenden Freitag noch ein Schmankerl aus unserem Urkundenarchiv: Unterschrieben von Bezirksspielleiter Fritz Matthias hat die Jugendmannschaft des SK Halle vor mehr als 70 Jahren den Kreismeistertitel des damaligen Kreises Halle (Westf.) errungen.Das Finale fand wohl in Werther statt. Herzlichen Glückwunsch nachträglich!
Geschichte des Vereins – Pokale mit unbekanntem Zweck
Lennart Oelschläger ist im März 2026 der „Gentleman 5 aus 5“
Aus einer flapsigen Formulierung, mit der ich zweimal im Bericht auf unserer Website die Leistung des jeweiligen Gewinner unseres monatlichen Rapid-ELO-Turniers gewürdigt habe, ist plötzlich ein anerkannter Titel geworden. Aus gegebenem Anlass möchte ich deshalb betonen: Auch Nico Glatt wird hiermit, nachträglich aber umso feierlicher, der Titel „Gentleman 5 aus 5“ verliehen, denn er hat es im Dezemberturnier 2025 auch schon geschafft alle Partien zu gewinnen. In diesem Monat gebührt der Titel aber Lennart Oelschläger von den Schachfreunden Lieme. Er gewann alle seine Partien und darf sich neben dem Titel über ein sattes ELO-Plus freuen. Dummerweise habe ich es unterlassen, von ihm ein schönes Foto zu machen, daher ist er auf den veröffentlichten Fotos immer nur im Hintergrund zu sehen. Zweite wurde Lily, die gegen Lennart verlor, Dritter Florian Schreiber, der wiederum gegen Lily verlor und gegen Lennart nicht ausgelost wurde. Ziemlich gerechtes Ergebnis also. Diesen Monat entsprach die Anzahl der Teilnehmer genau der Anzahl der DGT-Bretter, 24 Schachfreunde (6 von uns und 18 aus befreundeten Vereinen) spielten die 5 Runden Schnellschach und hatten viel Freude dabei.
1. Runde von oben: Lennart ist hier auf der linken Seite der 4. und gewinnt gerade die erste Runde gegen Berkan Arslan vom Brackweder SK.
Spitzenbrett, 3. Runde: Florian Schreiber gegen Peter Höhne, der, aus der unteren Hälfte der Setzliste kommend, die ersten beiden Runden gewonnen hatte und daher am Spitzenbrett Platz nehmen durfte.
Ein paar neugierige Zuschauer hatten wir auch von der benachbarten Handballspielertruppe. Die hatten sogar einen Hamburgertruck zu ihrem Heimspiel bestellt, sehr praktisch auch für hungrige Schachspieler.
1. Runde Lily gegen Maxim: Maxim spielte ein unaufregendes Turnier und verlor einen ganzen ELO-Punkt. Von uns spielten weiterhin noch Oleh, Viktor, Florian, Hansa
Die Serie wird aufgrund des anhaltenden Erfolgs fortgesetzt. Link zur neuen Ausschreibung: ELO-Rapid am Freitag April-Juli 2026. Am 10.04.2026 geht es schon weiter. Ab sofort wird es für den Sieger auch einen Pokal geben. Wir freuen uns auf viele Besucher!
Geschichte des Vereins – Bezirks-Meister 1993: SK Halle III
Teutopokal erstmals in Gütersloh!
Und was für ein Einstand es war! Zwei laaaange Reihen Blitzschach spielender Schachenthusiasten füllten gestern die Aula der Anne-Frank-Gesamtschule. 13 der 51 Spieler (wieder Rekord) stellte der gastgebende Verein. Die Teilnehmer deckten eine große Bandbreite an Spielstärken ab, es war für jeden etwas dabei.
Wer ein wenig in die Atmosphäre des Rundenstarts eintauchen will, dem sei dieses Video empfohlen.
Gewonnen hat CM Fabian Stotyn, den ich hier leider in einem etwas unvorteilhaften Moment bei seinem Sieg gegen Tim Maiwald fotografiert habe (er möge es mir verzeihen). Er konnte es sich durch den Sieg gegen seinen direkten Konkurrenten Fabian Schlottmann in der 7. Runde sogar erlauben, in den letzten beiden Runden nur einen halben Punkt zu machen. Herzlichen Glückwunsch, Fabian! Bester Gütersloher wurde Stephan Grochtmann auf Platz 4. Von uns waren Lily, Viktor und Fabian am Start. Lily spielte immer oben mit. Am Ende des Turniers schlichen sich dann aber Fehler ein und sie stellte zweimal in besseren Endspielen die Dame einzügig ein. Schade, so war es nur eine gute Leistung, keine überragende. 40 ELO-Punkte gewann sie trotzdem und wird daher auch in der Blitz-ELO die 2000er Grenze überschreiten.
3. Runde, 2. Brett: Sieg für Lily gegen FM Rafael Torres-Kuckel
Fabian holte zwei Siege gegen Lotta Kowalzik und Axel Bergsträßer.
Auch für Viktor war es vom Ergebnis kein Traumturnier, ein paar schöne Partien hat er nach eigener Aussagen aber trotzdem gespielt.
In der Gesamtwertung führt nach wie vor Fabian Schlottmann vor FM Rafael Torres-Kuckel und FM Milan Kandic. Nico Glatt und WFM Helena Neumann haben durch eine starke Leistung in Gütersloh einige Plätze gut gemacht und liegen damit derzeit auf den Preisrängen.
Das nächste Turnier findet am 13.04.2026 in Herford statt.
Déjà-vu in Prag – Lily beim Futures 2026
Im Grunde könnte hier ein Verweis auf den Bericht aus dem letzten Jahr stehen, denn unterm Strich sind die Eckpunkte des Fazits über unsere Teilnahme am Prager Schachfestival gleich:
- Tolle Veranstaltung, super Atmosphäre, klasse Organisation
- Lily bildete wieder mit Vincent Keymer eine Teamwertung
- Sportlich enttäuschendes Futures-Ergebnis für Lily
- Lily schlägt im Simultan eine GM (vor einem Jahr war es „nur“ eine WGM)
- Und last but not least: Zweiter Platz für mich beim Rapidturnier (letztes Jahr Erster)
Hier könnte der Bericht eigentlich schon enden, ein wenig mehr wollen wir die Öffentlichkeit dann aber doch an unseren Erfahrungen teilhaben lassen. Als Lily gefragt wurde, ob sie wieder das Futures-Turnier mitspielen wolle, war die Freude groß. Natürlich wollte sie, schließlich bringt eine Teilnahme dort die ganz große Bühne mit sich, zusammen mit der Weltspitze in einem schönen Hotel in einer europäischen Hauptstadt und medialer Begleitung auf höchstem Niveau: Welches Schachtalent, das nebenher natürlich auch Schachfan ist, könnte widerstehen, in direkter Nachbarschaft zum Weltmeister Dommaraju Gukesh, David Navarra, Vincent Keymer, Hans Niemann, Divya Deshmukh usw. zu spielen? Lily war hochmotiviert und auf dem Papier sahen die Voraussetzungen auch im Vergleich zum letzten Jahr günstig aus. Sie hat seitdem deutlich an Spielstärke zugelegt (fast 300 ELO-Punkte gewonnen) und war nominell an 2 gesetzt. Auch dieses Jahr wurden 10 Mädchen im Alter 12-15 Jahre eingeladen, Lily war also wieder eine der jüngeren Teilnehmerinnen. Nicht zuletzt ist auch ein Ziel der Veranstalter bei der Ausrichtung eines Futures-Turniers, den tschechischen Nachwuchsspielerinnen die Gelegenheit zu bieten, sich mit der nationalen Spitze anderer europäischer Länder zu vergleichen, daher wurde neben Lily, der deutschen Nummer 1 ihrer Altersklasse, auch ihr Pendant aus der Schweiz, Italien, Polen und Lettland eingeladen. An Motivation mangelte es dort niemandem, im Regelfall waren unter den letzten fünf am späten Abend noch nicht entschiedenen Partien des Masters-, Challengers- und Futures-Turniers auch eine oder zwei dabei, in der die Futures-Spielerinnen versuchten, im Endspiel noch einen Gewinnweg zu finden.
Die Eröffnungsfeier war wieder einmal hochrangig besetzt, viele Ehrengäste und Sponsoren kamen zu Wort und wünschten allseits gutes Gelingen.
Lilys Auftritt bei der Eröffnungsfeier
Jede Futures-Spielerin bekam ein Autogramm „ihres“ Masters
Die Masters und die Futures. Die Teampartner sitzen/stehen jeweils hintereinander (©Prager Schachfestival)
Team Schirmbeck vor den Porträts der Sieger der letzten Jahre. Ganz rechts das neueste, welches Aravindh Chithambaram zeigt, der letztes Jahr etwas überraschend das Masters gewonnen hatte.
Es war ein schöner Abend, auf dem Empfang danach trafen wir viele bekannte Gesichter vom letzten Jahr wieder und lernten auch ein paar neue kennen. Die Anspannung war fühlbar, am nächsten Tag würden die Turniere starten. Bis zum Ruhetag nach der 5. Runde holte Lily leider nur 2 Siege, dreimal musste sie ihrer Gegnerin gratulieren. Die Ursachenforschung mit ihrer Trainerin WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky, die Lily aus der Ferne unterstützte, bot dabei kein klares Bild. Gegen die Tschechinnen Suzanna Stara und Anna Hrckova war ihre Zeiteinteilung suboptimal und führte zu Fehlern, gegen die spätere Turniersiegerin Kaja Radzkowska geriet sie nach einem strategischen Fehler in der Eröffnung sofort auf die Verluststraße. Die Siege gegen Clio Alessi und Kajas jüngere Schwester Lila in Runde 3 und 4 waren dagegen ziemlich sauber.
Die Stellung ist objektiv gewonnen für Weiß, aber es ist kompliziert. Lily musste Sxe6 finden und die Konsequenzen korrekt berechnen. Sie hatte dafür aber keine Zeit mehr übrig, zog kurz vor dem Ablauf ihrer Bedenkzeit ihre angegriffene Dame weg und verlor entscheidend Material.
Lily zu Beginn einer ihrer wenigen Gewinnpartien gegen Clio Alessi
Am Wochenende hatte ich dann auch mal Zeit, mich ans Brett zu setzen, und auch für mich gab es in den „Side Events“ des Festivals passende Gelegenheiten. Dort wurden immer morgens vor dem Rundenstart des Opens am Nachmittag verschiedene Turniere gespielt. Es gab zum Beispiel Freestyle Chess, Tandemschach, Paarblitz und auch eine mir neue, aber interessante Variante genannt „Basque Chess“. Dort spielt man gleichzeitig zwei Partien mit vertauschten Farben gegen denselben Gegner. Hätte ich gerne mal ausprobiert, lief aber am falschen Tag. Als ich frei hatte, gab es ein Rapid- und ein Blitzturnier. Rapid lief super, ich verlor keine Partie und holte den zweiten Platz. Es war zwar nur das B-Turnier (unter ELO 2000), aber kleine Bäcker müssen eben kleine Brötchen backen. Das Blitzturnier am nächsten Tag war dann zum Vergessen, also Schwamm drüber ;-).
700 Kronen für den Tiger!
Am „Ruhetag“ war für die Futures alles andere als Ausruhen angesagt. Dieses Jahr hatten sich die Organisatoren wieder ein besonderes Highlight ausgedacht. GM Pia Cramling reiste an und verbrachte einen Tag mit den Futures im Rahmen des „Women’s day of chess“. Zuerst gab es eine „Lecture“ mit Pia, danach einen Fototermin und nach dem Mittagessen ein Simultan: 10 Futures gegen eine Großmeisterin. Gespielt wurde hoch über der Stadt im 12. Stock des Grand Hotels Prague Towers. Das Haus gehört wie das Don Giovanni Hotel, wo das Festival stattfand, auch zur Czech Inn Gruppe. Nette Aussicht! Neben dem Future-Simultan gab es noch ein weiteres gegen junge Mädchen aus Prag und man konnte einen Schachroboter ausprobieren. Eine etwas surreale Erfahrung war das, wie man im unteren Video vielleicht ein wenig nachfühlen kann. Bestellen kann man das Teil für 849€ über Amazon.
Lily spielte wie schon im Vorjahr (damals gegen WGM Dana Reizniece) als einzige Spielerin der Futures eine Gewinnpartie. Es gab drei weitere Remis und sechs Partien gingen für das Team Nachwuchs verloren. Lilys Partie ist sehenswert, wurde aber nur lokal übertragen. Interessierte können sie hier aber gerne herunterladen und anschauen.
Pia hat Weiß und stand etwas besser, spielte aber im 21. Zug Dd1. Lily fand hier eine hübsche Taktik, um Ausgleich zu bekommen: Lg4! nebst der Idee Tc2 mit Doppelangriff. Weiß sollte f3 spielen, um sich etwas Vorteil zu sichern. Pia nahm aber den Läufer. Nach ein paar weiteren weißen Ungenauigkeiten im Endspiel, bekam Lily Vorteil und gewann die Partie.
Die Futures gegen die GM. Pia war gut zu Fuß und riss einige Meter ab auf ihrem Weg vom Brett zu Brett (©Prager Schachfestival)
Auch die weiblichen Spielerinnen des Challenger-Turniers waren eingeladen: Divya Deshmukh kam und machte Werbung für das Frauenschach.
Bericht von Chessbase India über den Women’s Day
Nach diesem Highlight war die Hoffnung groß, dass bei Lily der Knoten platzen und die zweite Hälfte des Future-Turniers besser laufen würde. Die Hoffnung war allerdings vergebens. Es lief weiterhin nicht viel zusammen. Sie überspielte zwar Christina Jordan in der Eröffnung, fand aber den Ausknipser nicht und die Schweizerin wehrte sich so hartnäckig, dass die Partie sogar zu ihren Gunsten kippte. Gegen Bao Anh Angelina Nguyen Doan verlor sie das Endspiel. Gegen die diesjährige Europameisterin in der U12w Alona Tolmaceva gelang dann wieder ein Sieg, dann folgte in der letzten Runde gegen eine fast perfekt spielende Sofia Markina aber wieder eine Niederlage. Der Sieg des Futures-Turniers ging verdient an die Polin Kaja Rzadkowska, die sich über eine kostenlose Teilnahme am Open im nächsten Jahr freuen darf. Lily landete auf dem drittletzten Platz und verlor über 100 ELO Punkte. Auch das dritte Mal in Prag verlief also sportlich enttäuschend. Die deprimierte Stimmung hielt aber nicht lange an. Für die Schlussparty hatten sich die Organisatoren noch ein Highlight ausgedacht. Ein Hand&Brain-Turnier in lockerer Atmosphäre mit allen Spielern des Masters, Challengers und Futures zusammen mit ein paar Sponsoren und anderen Ehrengästen. Lily bildete ein Team mit dem dänischen GM Jonas Buhl Bjerre und durfte gleich in der ersten Runde gegen Vincent Keymer und Teampartner antreten (Sieg). In der zweiten Runde ging es dann gegen Dommaraju Gukesh (Niederlage).
Partie gegen Keymer
Partie gegen Gukesh
Das Turnier zog sich bis nach 23 Uhr. Ich verabschiedete mich schon ins Zimmer, Lily wollte nur noch ein paar Leuten auf Wiedersehen sagen und versprach kurzfristig nachzukommen. Eine halbe Stunde verging: Keine Lily in Sicht. Dafür leuchtete auf dem Handy eine Nachricht von ihr: „Spiele Tandem mit Gukesh, ok?“. Eine erlesene Gruppe hatte sich spontan zur „After Party“ am Brett zusammengefunden: Gukesh, Keymer, Maghsoodloo, Ganguly und mittendrin die beiden Futures-Spielerinnen Lily Schirmbeck und Clio Alessi. Und sie hörten damit gar nicht mehr auf. Um 2 Uhr war dann Schluss eines denkwürdigen Abends. Vielen Dank an dieser Stelle für die Aufmerksamkeit und Freundlichkeit der Masters-Spieler für den Nachwuchs!
Freitagsnachts halb 2 in Prag…
Sogar Chessbase Nepal lies es sich nicht nehmen, von der denkwürdigen Aktion ein Short zu posten. (©Chessbase Nepal)
Weitere Videos, inklusive der wirklich sehenswerten Kurz-Tagesberichte sind auf der Facebook Präsenz des Prager Schachfestivals zu finden. Für Lily Fans sei insbesondere das Anschauen des Videos zum Womens Chess Day empfohlen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Organisatoren, besonders der Futures Betreuer IM Petr Pisk und Turnierdirektor Petr Boleslav und sein Team. Ihr habt mal wieder die zwei Wochen beim Prager Schachfestival zu einem besonderen Erlebnis für Schachbegeisterte aller Herren Ländern gemacht!
Link zur Website des Prager Schachfestival
Geschichte des Vereins – Jugendpokal SK Halle 1978
Im Schrank fand sich noch ein Jugendpokal des SK Halle, auf dem nur eine einzige Gravur zu finden ist: „Ch. Baumann 78“. Danach wurde anscheinend nicht mehr graviert, oder gespielt. Jedenfalls wurde der Pokal nicht mehr genutzt. Mittlerweile ist er Altmetall. Grüße an Christoph Baumann an dieser Stelle und herzlichen Glückwunsch zur Jugendvereinsmeisterschaft 1978!
Volles Haus beim Teutopokal in Rheda
Auf den Bildern unten sieht es voll aus und der Eindruck täuscht nicht: 43 Schachspielerinnen und Schachspieler gaben sich gestern die Ehre beim zweiten Teutopokal der Saison. Beim Rundenstart vor dem Beamer wurde es also schonmal etwas enger, aber insgesamt waren die Spielbedingungen hervorragend. Gewonnen hat Fabian Schlottmann, die einzige Niederlage fügte ihm gestern WFM Helena Neumann zu, ein Remis gab er gegen Ulrich Woestmann ab. Mit einem halben Punkt Rückstand folgte ihm FM Holger Hebbinghaus auf Platz 2, FM Rafael Torres-Kuckel hatte auf ihn dann schon 1,5 Punkte Rückstand. Der Preis an den besten Spieler des Gastgebervereins erspielte sich Thomas Biernath. Der SK Halle war mit 2x Schirmbeck und 1x Gieles vertreten. Wir spielten alle im Bereich unsere Spielstärke, ich gewann einen ganzen ELO-Punkt, Lily 4. Viktor belegte Platz 38. Inga Ablohina als ehemaliges Mitglied sei hier auch noch erwähnt, sie stieg zur 2. Runde ein (Zugprobleme…) und spielte eine ordentliche 1800er Performance. Christian Jackl fungierte als Schiedsrichter, Thomas Bergmann als Gastgeber und als Mann am Laptop.
Das Gesamtfeld: Im Vordergrund das Henkemeiersche Duell. Schiri Christian Jackl überwacht die Spitzenbretter.
Runde 4: Lily gegen Konstantinos Milonas. Aus der Milonas Familie waren noch seine zwei Söhne angereist, daher stellten sie gestern die größte Familiendelegation. Fotios und Walandis sieht man im Hintergrund. Beide sind mittlerweile regelmäßig beim Teutopokal dabei. Rechts neben Lily hat sich der Rhedaer Nachwuchsspieler Alex Döding an die Spitzenbretter vorgespielt. Er belegte einen starken 13. Platz, ELO Performance 1978.
Ein paar ganz neue Gesichter, nicht nur beim Teutopokal sondern ganz allgemein bei Schachturnieren OTB, waren auch kennenzulernen: Im Vordergrund rechts spielt Andrea Vesho Remis gegen Lotta Kowalzik. Er hat gegen ELO-Inhaber gepunktet, daher wird es wohl eine erste ELO geben. Emin Alper Oezguec im Duell mit dem Lager Moritz Wagner (links neben Lotta) spielte noch besseres Schach bei seinem ersten Turnier (habe ich selbst erfahren dürfen, mein Sieg war sehr mühevoll). Er erspielte eine ELO Performance von 1621.
Und ein Schirmbecksches Duell gab es auch, in dem Lily mich mal wieder niedergrindete. Danke @Thomas Bergmann für die Zusendung des Fotos!
Die Gesamttabelle nach der 2. Runde. Fabian führt nach 2 Turniersiegen das Feld an. Wenn er weiterhin regelmäßig mitspielt, und nicht Matthias Blübaum o.ä. überraschenderweise auftauchen sollte, gibt es einen klaren Favoriten für den Gesamtsieg beim Teutopokal 2026. Spieler, die Turniere auslassen, bekommen für diese in der Zwischenwertung pauschal 15 Punkte gutgeschrieben. Am Ende werde ich dann die zwei schlechtesten Ergebnisse streichen.
Herzlichen Dank an den Rhedaer SV, die wieder mal alles an den Start gebracht haben, was man für einen gepflegten Blitzabend so braucht. Am 13.03.2026 geht es weiter, Gastgeber wird erstmals der Gütersloher SV sein.
Bericht des Rhedaer SV
Geschichte des Vereins – Ehrenmitglied Herbert Könemann
Herbert Könemann war der Jugendwart des Vereins, als ich als Jugendlicher mit dem Schachspielen beim SK Halle begonnen hatte. Er widmete dem Verein und dem Jugendschach sehr viel seiner Kraft und war fast jedes Wochenende mit Kindern in OWL zu Jugendturnieren in seinem dunkelroten Golf III unterwegs. Dieser war behindertengerecht umgerüstet, da Herbert durch eine Kriegsverwundung gehbehindert war. Ich saß oft bei ihm im Auto und fuhr nach Kalletal oder nach Porta Westfalica zu einem U13 oder U15 Spiel. Derjenige, der vorne sitzen durfte, musste ihn im Gegenzug dafür aber rechtzeitig auf die „Eulen am Wegesrand“ hinweisen, die teure Fotos schossen, denn Herbert war meist recht rasant unterwegs. Eine unschöne Seite an ihm waren gelegentlich ausländerfeindliche Sprüche, die vermutlich auf die nationalsozialistische Indoktrination in seiner Jugend zurückzuführen waren. Damals hat mich das gelegentlich irritiert, heute kann ich das besser einordnen. Es wirkte sich, soweit ich mich erinnere, aber nicht auf sein Handeln als Jugendschachbetreuer aus. Jedenfalls hatten wir in den 90ern viele Kinder aus dem zerfallenen Jugoslawien im Haller Jugendschach, um deren Integration und Wohlergehen er sich genau wie um alle anderen sehr bemüht hat.
Während ich 2004 meinen Zivildienst im Altenzentrum Eggeblick ableistete, bezog auch Herbert dort ein Zimmer. Er war aufgrund seiner Krebserkrankung stark abgemagert und man sah ihm an, dass er an der letzten Station seines Lebens angekommen war. Er freute sich ungemein, wenn ich ihm während meiner Pausen mit einem Brett etwas Gesellschaft leistete. Ruhe in Frieden Herbert, Danke für alles!
Rapid-ELO am Freitag – Florian Schreiber: „Gentleman 5 aus 5“
Letztes Mal hatten wir eine „Lady 5 aus 5“ (dieses Mal aus Krankheitsgründen nicht dabei), nun haben wir einen „Gentleman 5 aus 5“. Florian Schreiber hat es geschafft, alle Partien zu gewinnen (Nichtssagende, aber dennoch beeindruckende ELO-Performance 2629). Herzlichen Glückwunsch nach Brackwede! Dieses Mal hatten wir 26 Teilnehmer und kamen mit dem nun auf 12 aufgestockten DGT-Brettern fast aus und alle Teilnehmer konnten eine Menge Trainingsmaterial aus ihren aufgezeichneten Partien ernten. Das Turnier erlebte eine Premiere: Erstmals wurde es von Florian Schröder geleitet. Er hatte als besondere Schwierigkeit auch noch parallel die DGT-Bretter zu bedienen. Das meisterte er mit Bravour, toll gemacht: Danke für deinen Einsatz! Nun folgen noch ein paar Fotos von Viktor, der so geistesgegenwärtig war welche zu machen, was ich bei dem ganzen Stress leider total vergessen hatte.
Im Vordergrund das Duell Nico Kurz gegen Nils Döller, dahinter auf der rechten Seite dreimal schwarz für den SK Halle. Oleh spielte ein unauffälliges Turnier, Martin ein eher schlechtes. Eine Niederlage setzte es gegen Benjamin Jahn in der ersten Runde, der dann auch fast mich in der zweiten Runde geschlagen hätte, ich konnte die Partie dann im Endspiel gerade noch drehen. Im Hintergrund am Laptop ist Florian zu sehen und Klaus schaute in Ermangelung einer FIDE-ID diesmal nur zu.
Lotta und Bohdan spielten Remis, dahinter verlor Rafael Ohl, der neu beim SK Halle ist, gegen Jan Döller seine Partie klar. In anderen Spielen zeigte er aber gute Ansätze, in ein paar Monaten wird er sicherlich im Mittelfeld mitspielen.
Mein Turnier, ich konnte das erste Mal mitspielen, weil Florian mich als Turnierleiter vertrat, war auch nicht besonders zufriedenstellend. Gegen Martin Hofmann griff ich zwar im „Hurra“-Stil an, kam aber nicht durch und verlor die Partie.
Benni hätte sicher gerne eine Partie mehr gewonnen (z.B. gegen mich), dann wäre es ein tolles Turnier geworden. So war es nur Durchschnitt, der aber mittlerweile auch schon ziemlich ansehnlich ist.
Das nächste Turnier ist am 20.3. Im April wird es eine Fortsetzung geben, die Abstimmung der Termine bis einschließlich Juli ist in Arbeit.








































