SK Halle 1946 eV

Geschichte des Vereins – 1987: Skandal in der Regionalliga OWL?

Wieder mal ein Schmankerl aus dem Archiv des Schachklubs Halle. Vor knapp 40 Jahren fand in der 8. Runde der Regionalliga OWL ein Mannschaftskampf zwischen Minden und Halle statt, welcher an allen Brettern Remis ausging.

Daraufhin schrieb ein Haller Spieler einen Artikel in der örtlichen Zeitung. Er wurde zusammen mit dem Kommentar eines Lokalsportreporters der Zeitung veröffentlicht:

Dies brachte nun die Dinge ins Rollen, es gab wohl Unmut in der Schachszene und der Verbandsspielleiter begann eine Untersuchung der Geschehnisse. Er schrieb folgende Zeilen an die Mannschaftsführer der Vereine:

Die Stellungnahme des SK Halle fiel recht ausführlich aus, von Minden wird es sicherlich auch eine gegeben haben. Diese findet sich aber leider nicht in unseren Akten.

Im Ergebnis entschloss sich der Spielleiter die Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen.

Ich finde es interessant, wie mit einer solchen Angelegenheiten damals umgegangen wurde. Es gab noch die Zeit, den Dingen in Ruhe auf den Grund zu gehen, um letztendlich zu einer möglichst ausgewogenen Entscheidung zu kommen, ohne dass das Dröhnen der sozialen Medien den Prozess des Erkenntnisgewinns übermäßig störte.

Teutopokal in Herford – Eng wars an der Spitze und auch ganz allgemein

In Herford ging es eng zu, 32 Turnierteilnehmer füllten die ehemalige Hausmeisterwohnung des Königin Mathilde Gymnasiums gut aus. Im Vergleich zu Gütersloh im letzten Monat war das schon kuschelig, aber noch erträglich. Ebenfalls eng war es am Ende an der Spitze des Feldes. Gewonnen hat das Turnier FM Holger Hebbinghaus. Er verlor nur eine Partie gegen den stark aufspielenden Berkin Sekerci und hatte am Ende einen halben Punkt Vorsprung vor Fabian Schlottmann und FM Rafael Torres-Kuckel. Vierter wurde FM Milan Kandic und herauszuheben ist mal wieder die Performance von Nico Glatt, der einige nominell stärkere Spieler besiegte und am Ende den 5. Platz belegte. Aus Haller Sicht die Zusammenfassung: Lily begann stark und besiegte u.a. den Führenden der Gesamtwertung Fabian Schlottmann, gegen den sie bisher in einigen Versuchen noch nie etwas Zählbares hatte ausrichten können, hatte aber in der Mitte einen Durchhänger und landete am Ende auf dem 10. Platz. Viktor holte 5 Punkte, Platz 27. Danke für die Fotos an dieser Stelle, ohne diese wäre der Bericht deutlich textlastiger geworden, denn ich war mal wieder zu beschäftigt, um selbst in nennenswertem Umfang tätig zu werden.

CM Frank Bellers gegen IM Gerd-Peter Grün am Spitzenbrett

Die untere Turnierhälfte. Im Vordergrund Domenic Nidenz gegen Noah Köhn. Daneben die Duelle Jay Winter gegen Lotta-Sophie Kowalzik und Nareg-Niko Boyagian gegen Waldemar Neb.

Berkin Sekerci gegen Nico Glatt und WCM Lily Schirmbeck gegen FM Milan Kandic. Im Hintergrund verdeckt schaut Stascha Milivojevic zu, die von Ulrich Woestmann in ihrer Siegesserie gestoppt wurde. Sie gewann fünf Mal in Folge und stieß damit ins obere Mittelfeld vor. Am Ende landete sie mit einer ELO-Performance von 1685 auf dem 24. Rang. Starke Leistung angesichts ihrer DWZ, die nur knapp über 1000 liegt.

Das Mittelfeld der Runde 12: Das Duell der Doktoren: Dr. Volker König vom gastgebenden Verein gewinnt gerade gegen Dr. Ekkehard Neumann, dahinter Dr. Bernhard Nußbaumer gegen Peter Berger. Peter ist lustigerweise der einzige Spieler auf dem Bild ohne Doktortitel, er spielte aber ein sehr gutes Turnier. Mit seiner ELO von 1641 erspielte er eine Performance von 1822, und das in seinem Alter, wo die Fähigkeiten im Blitzschach eher etwas nachlassen. Beeindruckend, herzlichen Glückwunsch dazu!

Am Brett 15 hatte Lorenz seinen Stammplatz, den er nur einmal verlassen musste, um gegen den anderen Stammplatzinhaber Frank an Brett 1 zu spielen. Brett 17 und 18 im Hintergrund blieben leider unbesetzt, da 4 angemeldete Teilnehmer nicht kamen. Das ist normalerweise kein Problem, dieses Mal hatten wir aber die Obergrenze von 36 Spieler, weswegen ich spielwilligen Schachfreunden absagen musste. Hätten sich die Leute abgemeldet, hätten diese zum Zuge kommen können. Schade.

Die Gesamtwertung Stand April

Link zu Chess Results

Im Mai macht der Teutopokal Pause. Das nächste Turnier findet am 19.06.2026 in Lage statt.

Jugendvereinsmeisterschaft 2026 und Rapid-ELO

Freitag war Großkampftag beim Schachklub Halle. Da der Aufwand für den Auf- und Abbau unseres DGT-Bretterzoos immer einige Zeit und Mühen in Anspruch nimmt, kombinierten wir dieses Jahr die Ausrichtung zweier Turniere. Ungewohnt früh, um 15:00, trafen sich daher die Haller Jugendschachler, die um den Titel „Jugendvereinsmeister“, die Pokale und die Schokohasen konkurrieren wollten. Ich hätte mir ein paar mehr Teilnehmer gewünscht, aber vermutlich trug der Termin Ende der Ferien zur verhaltenen Teilnehmerzahl bei. Nichtsdestotrotz: Die sieben, die sich hochmotiviert an die Bretter setzten, gaben alles. Das Turnier wurde erst im Stechen zwischen Florian, Oleh und Lily entschieden, die nach 6 Runden Schnellschach 10+5 jeweils 5 Punkte hatten.

Die Preise des Tages, der Pokal ganz links war für das Rapid-ELO Turnier bestimmt.

Die finale Blitzpartie zwischen Lily und Florian, der sich zuvor im Halbfinale gegen Oleh durchgesetzt hatte.

Der Endstand:

1. Lily

2. Florian

3. Oleh

4. Benjamin

5. Ihor

6. Fabian

7. Tobias

Leider habe ich schlichtweg vergessen, ein schönes Siegerfoto zu machen. Alle Teilnehmer werden am 4. September einen Startplatz beim diesjährigen „Alt gegen Jung“ bekommen. Ich fange in den nächsten Wochen damit an, ihnen adäquate Gegner zu suchen :-). Das Turnier wurde live auf Lichess übertragen, die Partien können hier nachgespielt werden.

Direkt im Anschluss wurde es dann deutlich voller in der Mensa. 34 Teilnehmer zählte das Aprilturnier der Rapid-ELO-Serie. Wiederum durften wir 3 Schachspieler, nämlich Tomas Lamelza, Pascal Pörtner sowie Falko Hildebrandt begrüßen, die ihr erstes (oder zweites) Schachturnier am Brett spielten. Herzlich willkommen im organisierten Schachsport, mögen viele spannende Turniere folgen! Geleitet wurde das Turnier wieder von Florian, der souverän mit den verschiedenen Programmen zur Verwaltung des Turniers und der Bretter jonglierte.

Der Turnierleiter und seine Helfer. Daniel Johnen meldet gerade einen seiner Siege.

Ich konnte auch mal wieder mitspielen, 3 aus 5 fühlte sich als Ergebnis etwas wenig an, aber objektiv entsprach das sogar ziemlich genau meiner ELO-Zahl. Gegen den späteren Turniersieger Daniel verlor ich völlig verdient, Lily sollte es später etwas besser machen.

Benny scheint die Doppelbelastung auch eher beflügelt zu haben. Er holte 4 Punkte und landete am Ende auf dem 4. Platz. Unter anderem ein Sieg gegen Jens Placke stand am Ende auf dem Tableau, starke Leistung!

Maxim holte solide 3 aus 5. Von uns spielten zudem noch Hansa, Fabian und Viktor mit.

Der Turniersieg wurde in der vorletzten Runde entschieden. Lily lag durch ihr Remis in der Vorrunde gegen Florian Schreiber einen halben Punkt hinter Daniel, der bisher alle Partien gewinnen konnte. Daniel erspielte sich in der Eröffnung Vorteil, lief aber in einen Konter:

Daniel spielte mit Schwarz Sc4, was auf den ersten Blick wie ein logischer Zug aussieht. Es greift immerhin die weiße Dame an. Es gibt aber einen Konter: Lf1! mit Fesselung. Wenn Schwarz trotzdem die Dame schlägt, würde es folgendermaßen weitergehen: Sxb2 Txc8+ Lxc8 Lxb5.

Ups, plötzlich dominiert der weiße Läufer den schwarzen Springer und der a-Bauer kann gepusht werden. Weiß hätte entscheidenden Vorteil. So kam es aber nicht, Daniel spielte statt Sxb2 Db4, was den Schaden etwas begrenzt. Aber auch in der Variante spielt nur Weiß auf den vollen Punkt.

Am Ende hatte Lily ein gewonnenes Endspiel auf dem Brett, beide lebten aber nur noch von ihrem Inkrement. Sie sah den Gewinn nicht und die Partie ging Remis aus. Da beide auch ihre Partien in der letzten Runde gewannen, hieß der Sieger des Turniers Daniel Johnen. Dieses Mal gab es niemanden mit 5 aus 5, der zugehörige Spezialtitel wurde daher nicht verliehen, dafür gab es aber erstmals einen Pokal für den stolzen Sieger! Lily wurde zweite, Ekkehard Neumann Dritter. Vierter wurde, etwas überraschend aber völlig verdient, Thore Siebeneck (Jahrgang 2012) vom BSK, der sehr starkes Schach spielte (wie unter anderem ich leidvoll erfahren durfte).

Herzlichen Glückwunsch Daniel Johnen!

Das nächste Turnier findet am 15.05. statt, ab sofort dürfen alle Tagessieger einen Pokal mit nach Hause nehmen. Sie stehen schon vorbereitet im Schrank, der des Juli-Turniers ist ein besonders großer ;-).

Ergebnisse bei Chess Results

 

Geschichte des Vereins – Jugendkreismeister 1955

Aus Anlass der anstehenden Jugendvereinsmeisterschaft am kommenden Freitag noch ein Schmankerl aus unserem Urkundenarchiv: Unterschrieben von Bezirksspielleiter Fritz Matthias hat die Jugendmannschaft des SK Halle vor mehr als 70 Jahren den Kreismeistertitel des damaligen Kreises Halle (Westf.) errungen.Das Finale fand wohl in Werther statt. Herzlichen Glückwunsch nachträglich!

Geschichte des Vereins – Pokale mit unbekanntem Zweck

Nun folgen die letzten beiden Schätze der anlässlich unseres Umzugs ausgemusterten Pokale. Auf ihnen sind leider keinerlei Hinweise zu finden, welchem Zweck sie einst dienten. Besonders schön sind sie auch nicht (subjektive Meinung). Nun erinnert nur noch ein Foto an sie. Goodbye Trophies!

Lennart Oelschläger ist im März 2026 der „Gentleman 5 aus 5“

Aus einer flapsigen Formulierung, mit der ich zweimal im Bericht auf unserer Website die Leistung des jeweiligen Gewinner unseres monatlichen Rapid-ELO-Turniers gewürdigt habe, ist plötzlich ein anerkannter Titel geworden. Aus gegebenem Anlass möchte ich deshalb betonen: Auch Nico Glatt wird hiermit, nachträglich aber umso feierlicher, der Titel „Gentleman 5 aus 5“ verliehen, denn er hat es im Dezemberturnier 2025 auch schon geschafft alle Partien zu gewinnen. In diesem Monat gebührt der Titel aber Lennart Oelschläger von den Schachfreunden Lieme. Er gewann alle seine Partien und darf sich neben dem Titel über ein sattes ELO-Plus freuen. Dummerweise habe ich es unterlassen, von ihm ein schönes Foto zu machen, daher ist er auf den veröffentlichten Fotos immer nur im Hintergrund zu sehen. Zweite wurde Lily, die gegen Lennart verlor, Dritter Florian Schreiber, der wiederum gegen Lily verlor und gegen Lennart nicht ausgelost wurde. Ziemlich gerechtes Ergebnis also. Diesen Monat entsprach die Anzahl der Teilnehmer genau der Anzahl der DGT-Bretter, 24 Schachfreunde (6 von uns und 18 aus befreundeten Vereinen) spielten die 5 Runden Schnellschach und hatten viel Freude dabei.

1. Runde von oben: Lennart ist hier auf der linken Seite der 4. und gewinnt gerade die erste Runde gegen Berkan Arslan vom Brackweder SK.

Spitzenbrett, 3. Runde: Florian Schreiber gegen Peter Höhne, der, aus der unteren Hälfte der Setzliste kommend, die ersten beiden Runden gewonnen hatte und daher am Spitzenbrett Platz nehmen durfte.

Ein paar neugierige Zuschauer hatten wir auch von der benachbarten Handballspielertruppe. Die hatten sogar einen Hamburgertruck zu ihrem Heimspiel bestellt, sehr praktisch auch für hungrige Schachspieler.

1. Runde Lily gegen Maxim: Maxim spielte ein unaufregendes Turnier und verlor einen ganzen ELO-Punkt. Von uns spielten weiterhin noch Oleh, Viktor, Florian, Hansa

Die Serie wird aufgrund des anhaltenden Erfolgs fortgesetzt. Link zur neuen Ausschreibung: ELO-Rapid am Freitag April-Juli 2026. Am 10.04.2026 geht es schon weiter. Ab sofort wird es für den Sieger auch einen Pokal geben. Wir freuen uns auf viele Besucher!

Turnierergebnisse auf Chess Results

Info

Immer Freitags ab 18:00 Vereinsabend in unserem Spiellokal

Gäste sind jederzeit herzlich willkommen!

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